Traumgalerie

Kater

1. Traum, 13.Juli 2004: Im alten Haus

Ich war wieder einmal im alten Haus an der Bergstrasse, oder was ich dafür hielt. Ich ging durch das Haus, es war etwas dunkel.
Schliesslich ging ich in den Garten. Beim Vorbeigehen sah ich, dass in der unteren Wohnung Leute waren. Ich sah mir den Garten an, er sah gepflegt aus. Der Gärtner war gerade daran, den Rasen zu mähen. Ich ging den Abhang des Gartens hinunter und kam an einer hübschen Terrasse aus Stein vorbei, auf der ein Tisch und einladende Stühle standen. Ich ging weiter hinunter und kam ans Gartenende, das nun völlig anders aussah, als ich es in Erinnerung hatte. Da realisierte ich, dass ich in einem Traum war.
Am unteren Ende des Gartens war ein kunstvolles Mäuerchen. Über das hinweg sah man tief hinunter in ein kleines Tälchen. Unten lag die Stadt an einem See oder Fluss. Das türkise Wasser war kritallklar. Man konnte gut auch aus grosser Distanz den geformten Grund sehen. Die Aussicht war wunderbar. Ich schaute nach rechts, wo es nun plötzlich viele Leute hatte. Ich verdrückte mich und ging wieder hoch ins Haus, dabei vergewisserte ich mich, dass ich träumte.
Ich sass nun im 1. Stock an der Treppe und schaute hinunter, es war halb dunkel. Unten sah ein Kater die Treppe herauf. Er hatte ein rotes und ein grünes Auge und war dunkel getigert. Zuerst dachte ich an Bijou, doch er sah etwas anders aus. Schliesslich sprang er hoch. Ich fragte mich, ob der wohl hierher gehöre, denn ich hatte ihn noch nie gesehen. Zuerst wollte ich ihn verscheuchen, doch hatte ich auch etwas Respekt vor ihm. Er wollte in ein Zimmer hinein und ich stiess ihm die Türe auf. Da erwachte ich.


Trommel

2. Traum, 21.Juli 2004: Die Schamanentrommel

Ich war mit anderen Leuten zusammen. Wir wollten ein schamanisches Spiel machen. Ich war neu und brauchte Anleitung. Jeder stellte sich ein Set von Schamanenwerkzeugen zusammen, die im Kraft gaben. Ich wusste nicht recht was nehmen und fragte. Ich solle raus in den Wald gehen und selber ein Werkzeug herstellen, war die Antwort. Ich hatte mir schon eine kleine Trommel aus einer Sammlung ausgewählt und andere kleinere Gegenstände. So ging ich etwas ratlos raus und war mir im klaren, dass ich sehr viel Zeit dafür brauchte. Ob dann noch Zeit zum spielen blieb, war sehr fraglich, und die andern mussten warten. Aber so waren nun mal die Spielregeln.
Ich ging also mit meinem Zeug raus und wollte in den nahe gelegenen Wald, da bemerkte ich hinter und über mir einen Mann. Ich schaute ihn an, er war gross und dünn, doch war er trotzdem sehr kräftig und sah etwas seltsam aus. Ich fragte ihn, was er hier mache. Er beschütze mich, antwortete er mir, und werde mir helfen was ich wolle. Er wohne in der kleinen Trommel und sei immer für mich da. Drinnen würde ich ihn nicht sehen, er sei aber trotzdem da und tue seine Arbeit. Draussen, in der Nähe eines Waldes könnte ich ihn aber sehen. Ich fragte ihn nach seinem Namen, doch er hatte keinen. Dann fragte ich, was ich machen solle, ich bräuchte ein Klanginstument für das Spiel. Ich bräuchte wohl einen grossen hohlen Baum, der würde einen guten Ton von sich geben. Er aber suchte einen kleinen Baum aus und schlug mir vor, daraus eine Art Pfeilbogen zu machen mit einer Schnur. Ich solle den Bogen an einen grossen Baum legen und die Saite anschlagen. Ich machte das und siehe da, es donnerte regelrecht. Ich hörte die andern drinnen, dass sie sich im Spiel von vornherein geschlagen gaben, denn ich hatte so einen mächtigen Donner erzeugt. Ich freute mich und wunderte mich über meinen Gefährten.
Ich erklärte ihm, dass ich in dieser Sache neu und ungeschickt sei, ob er überhaupt zu mir passen und bei mir bleiben würde. Er sei bei mir, weil ich die kleine Trommel gewählt hätte er sei bereit auf mich einzugehen und mit mir zu lernen, auf das Zusammenspiel komme es an. Ich hätte eine ernsthafte Lernbereitschaft und das sei ein guter Anfang. Die Wahl der kleinen Trommel und damit von ihm sei eine gute Wahl von mir gewesen.
Schon halb wach fragte ich ihn noch, ob er mir beim luziden träumen helfen würde. Er war bereit, doch ich müsse mich selber anstrengen.


Flug

3. Traum, 23.April 2005: Flug rückwärts

Ich stieg bei einem Gebäude die Stufen hinunter. Die waren allerdings sehr hoch. Schliesslich sprang ich kühn hinunter, indem ich weit hinaussprang und so eine grössere Höhe hinunter gleich zum Fusse der Treppe hinunter sprang. Ein Mann schaute mir erstaunt zu. Da realisierte ich, dass ich in einem Traum war und begann zu fliegen. Wie so häufig flog ich aber rückwärts, was mich störte. Aber ich entschied mich, es gewähren zu lassen und wollte schauen, wo mich der Flug hintrug. Ich kam über die nebelartigen Wolken hinaus und befand mich unter der Zimmerdecke. Dort war es recht hell, obwohl es ja Nacht war, was ich realisierte. Irgendwie schlief ich wieder ein und wachte etwas später auf.


Planet

4. Traum, 21.Juli 2005: Der blaue Planet

Ich war auf einer Raumfahrtmission auf einem Planeten. Wir waren zu zweit. Es war eine sehr seltsame Stimmung dort. Es hatte eine bläuliches Zwielicht. Ich war ohne Helm unterwegs, da man atmen konnte, wenn auch mit Mühe. Die Atmosphäre und das mühsame Atmen verstärkte die seltsame Stimmung. Mein Kollege war mit geschlossenem Helm unterwegs. Wir standen an einer Felswand in die ein seltsames Gebilde eingelassen war, eine Art Lautsprecher, aus der ein sehr seltsamer Ton kam, der immer auf der selben Frequenz vibrierte und auch schepperte. Es war ein sehr unnatürlicher Klang. Ich untersuchte das Gebilde und realisierte, dass das eine Kirche sein musste, wo wir standen. Ich teilte das meinem Kollegen mit, der mich nicht verstand, da er weder den Ton hörte noch über die Intuition verfügte, die ich offenbar hatte da ich ungeschützt und offen war.
Doch mir wurde von der Atmosphäre schlecht und ich ging in die Raumfähre, wo es mir aber nicht besser ging. Erst als wir zum Raumschiff zurückgekehrt waren, erholte ich mich von der sehr seltsamen Stimmung und Atmosphäre die auf dem Planeten herrschte.
Schliesslich gingen wir zurück und wir fanden einen Einlass in diese Kirche, die im Felsen eingebaut war. Mein Kollege konnte nach wie vor nicht erkennen, um was es hier ging und war auf mich angewiesen. Wir betraten einen grossen kreisrunden, kuppelförmigen Saal, der in den Felsen eingelassen war. Er war leer und wir wussten nicht wie weiter. So verliessen wir diesen Ort wieder. Später fanden wir den Zugang nicht mehr, auch der Lautsprecher war verschwunden. Lebewesen hatten wir nie gesehen. Mir kam der Verdacht, dass diese "Kirche" ein Lebewesen war.


Netz

5. Traum, 19.Januar 2007: Im Märchenland

Ich war mit einer Gruppe von Leuten nachts unterwegs, auch ein Schamane war dabei. Er unterzog mich einem Ritual, einer Initiation. Um diese abzurunden musste ich alleine nachts im Wald bleiben. Die anderen gingen weiter. Als sie ein Stück von mir weggegangen waren, sah ich in der Dunkelheit, wie ein Wesen, das schnell rennen konnte, ihnen folgte. Ich wusste nicht, wie ich das deuten sollte.
So ging ich in eine andere Richtung, ich hatte etwas Angst, denn ich würde sicherlich ungeheuerlichem begegnen. Es hatte aufgehört zu regnen, so schlug ich die Kaputze nach hinten, denn so konnte ich wenigstens besser in alle Richtungen hören. So kam ich auf ein Feld, da sah ich ein leuchtendes Schmetterlingnetz, das sich im Feld bewegte. Ich ging auf das Netz zu, packte es und wollte damit auf Jagd gehen. Kaum hatte ich das getan, hörte ich eine zierliche Stimme, und bald darauf bemerkte ich neben mir ein junges hübsches und attraktives Mädchen, das mich begrüsste.
Ich war nun in einem Haus. Das Mädchen fragte mich, warum ich gekommen sei, ich brumte ich sei nicht gekommen, ich hätte nur das Schmetterlingsnetz im Feld gesehen und es gepackt. Das Netz sei ihr Willkommensgruss meinte das Mädchen. Ich fühlte mich wohl bei ihr und doch wusste ich, dass ich in der Falle sass. Ich hatte zu wenig aufgepasst und war nicht vorbereitet auf sowas. Ich hatte eher ein wildes Tier oder ein Ungeheuer erwartet.



© Christoph Gassmann (siehe Hauptseite "Traumring.info")